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Biodiversität

Managementansatz

Als Handelsunternehmen hat die Geschäftstätigkeit der REWE Group in Österreich vielfältige Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Neben direkten Auswirkungen beispielsweise an den Standorten des Unternehmens oder beim Transport von Waren sind vor allem auch die vor- und nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette von Bedeutung. Auswirkungen entstehen hier durch die nicht nachhaltige Nutzung von natürlichen Ökosystemen etwa bei der Gewinnung von Rohstoffen, in der Warenproduktion oder bei touristischen Angeboten.

Nachhaltigkeit ist als fester Bestandteil in die Unternehmensprozesse der REWE Group in Österreich integriert und wird durch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen „Grüne Produkte“, „Energie, Klima und Umwelt“, „MitarbeiterInnen“ und „Gesellschaftliches Engagement“ sichergestellt.

Im Rahmen der Handlungsfelder Bewusste Ernährung, Fairness und Sozialstandards, Artenvielfalt und Lebensräume (Ressourcenschonung) sowie Tierwohl werden wirksame Maßnahmen in der Säule „Grüne Produkte“ entwickelt, um negative ökologische und soziale Auswirkungen zu reduzieren. Innerhalb des Handlungsfelds Ressourcenschonung wurde Biodiversität als eines der Fokusthemen definiert. Die REWE Group in Österreich verfolgt das Ziel, die natürlichen Ressourcen zu erhalten und die Biodiversität entlang der Lieferketten zu schützen und zu fördern.

GRI 304: Biodiversität

In der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften bekennt sich die REWE Group zum Erhalt und Schutz natürlicher Ökosysteme und befürwortet die Ziele des UN-Übereinkommens zum Schutz der biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity). Außerdem hat sich die REWE Group im Rahmen der Initiative Biodiversity in Good Company dazu verpflichtet, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement zu integrieren.

Bei der Gestaltung nachhaltigerer Sortimente ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Kriterium. Biodiversitätskriterien können über Standardsysteme wie Bio, Fairtrade, Forest Stewardship Council (FSC®), UTZ, Rainforest Alliance und Marine Stewardship Council (MSC) berücksichtigt werden. Sie finden außerdem Anwendung innerhalb der Leitlinien, die von der REWE Group in Österreich für Rohstoffe wie Palmöl, Fisch oder Kakao formuliert wurden.

Mit „Ja! Natürlich“ setzt sich die REWE Group in Österreich seit 1994 für den Erhalt der Arten und die Biodiversität ein. „Ja! Natürlich“ hat in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um heimische Arten zu schützen und die Menschen für deren Erhalt zu sensibilisieren.

Projekte zum Schutz vor erheblichen Auswirkungen von Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen auf die Biodiversität

GRI 304-2

Im Projekt „Blühendes Österreich“ engagiert sich die REWE Group in Österreich seit 2014 gemeinsam mit der Naturschutzorganisation BirdLife Österreich für gefährdete ökologische Lebensräume. Die Initiative finanziert den Erhalt und die Pflege bedrohter Naturflächen und extensiver landwirtschaftlicher Flächen sowie Projekte für Natur- und Nachhaltigkeitsbildung und fördert so die heimische Artenvielfalt. Im Jahr 2015 hat die REWE Group in Österreich die Initiative in eine gemeinnützige Privatstiftung überführt. Als unabhängige Organisation mit eigenen Mitarbeitern und klar geregelter Finanzierung steht die Stiftung für langfristiges Engagement und Glaubwürdigkeit gegenüber den Kunden.

Die Finanzierung der Stiftung und der Projektaktivitäten wurde an bestimmte Produkte gekoppelt. Für jedes verkaufte Produkt der Eigenmarken „Da komm‘ ich her“, „MERKUR immer grün“, „bi good“, Obst und Gemüse von „Ich bin Österreich“ und bestimmten Weinen von „Wegenstein“ fließt ein Cent in die Stiftung. Die KundInnen der Handelsfirmen werden damit aktiv in die Unterstützung der Projekte integriert. Zudem wird eine bewusste Kaufentscheidung angeregt. Das Stiftungsbudget beträgt etwa eine Million Euro pro Jahr.

Im Jahr 2017 wurde die Naturschutzstrategie 2018–2022 der Stiftung mit dem Titel Nachhaltigkeit verankern, Österreichs Vielfalt leben“ fertiggestellt. Ziel ist es, bis 2022 insgesamt 1.000 Hektar an bedrohten ökologischen Flächen zu schützen. An dem Programm FLORA (Förderung von LandwirtInnen und Organisationen zur Rettung unserer Artenvielfalt) nahmen 2018 über 130 Betriebe teil. Dadurch konnten 570 Hektar ökologisch wertvolle Fläche erhalten werden.