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Gleichbehandlung

Managementansatz

Diskriminierung bezeichnet die Benachteiligung von Personen oder Personengruppen aufgrund bestimmter Eigenschaften. Das Verbot der Diskriminierung ist als Menschenrecht definiert und bildet die Grundlage für ein respektvolles Miteinander. Insbesondere in Unternehmen ist die Gewährleistung einer Gleichbehandlung und Chancengleichheit der MitarbeiterInnen ein bedeutendes Element.

Um Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die Unternehmensprozesse zu integrieren, hat die REWE Group in Österreich eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen „Grüne Produkte“, „Energie, Klima und Umwelt“, „MitarbeiterInnen“ und „Gesellschaftliches Engagement“ entwickelt. Im Rahmen der Säule „MitarbeiterInnen“ wurden darüber hinaus fünf Handlungsfelder definiert: Werte und Kultur, Ausbildung und Entwicklung, Gesundheit und Sicherheit, Beruf und Lebensphasen sowie Vielfalt und Chancengleichheit. Die Aktivitäten im Bereich Gleichbehandlung sind dem Handlungsfeld Vielfalt und Chancengleichheit zuzuordnen.

GRI 406: Nichtdiskriminierung

Die REWE Group in Österreich pflegt eine Unternehmenskultur, die geprägt ist von einem vertrauens- und respektvollen Umgang zwischen KundInnen, MitarbeiterInnen und GeschäftspartnerInnen. Dies ist verankert in den Grundwerten des Unternehmens. Zudem gilt für alle MitarbeiterInnen und Geschäftspartner die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, welche eine ausdrückliche Formulierung hinsichtlich des Diskriminierungsverbots enthält: „Wir tolerieren keine Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf aus Gründen wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer Herkunft, Alter, Nationalität, Familienstand, sexueller Orientierung, Behinderung, sozialer Herkunft oder politischer Anschauung.“ Dieses Prinzip gilt sowohl für die Einstellung neuer MitarbeiterInnen, für MitarbeiterInnen in bestehenden Arbeitsverhältnissen als auch für Geschäftspartner.

In allen Handelsfirmen gibt es Ansprechpersonen, an die sich die MitarbeiterInnen im Falle einer Diskriminierung wenden können, unter anderem in den Bereichen Compliance und beim Betriebsrat, bei den Behindertenvertrauenspersonen sowie im unternehmensinternen LGBTI-Netzwerk „di.to“ (siehe auch Abschnitt Vielfalt und Chancengleichheit). Darüber hinaus können die MitarbeiterInnen auf die Führungskräfte und den Personalbereich zugehen. Jegliche Hinweise auf Diskriminierung werden konsequent verfolgt, die vertrauliche Behandlung wird dabei selbstverständlich gewährleistet. In diesem Zusammenhang werden persönliche Gespräche mit den Betroffenen geführt und der Betriebsrat eingebunden. Bei der REWE Group in Österreich stehen den MitarbeiterInnenn für diesen Zweck 14 geschulte AnsprechpartnerInnen beratend zur Seite.  

Zusätzlich wird alle zwei Jahren ein Einkommensbericht erstellt, in dem die Löhne und Gehälter der MitarbeiterInnen nach Geschlechtern getrennt veröffentlichen werden. Der Bericht wird dem Betriebsrat vorgelegt.

Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen

GRI 406-1

Die REWE Group in Österreich verfolgt sämtliche Hinweise auf Diskriminierung konsequent und ahndet sie mit disziplinarischen sowie gegebenenfalls personellen Maßnahmen. 2018 wendeten sich zwei MitarbeiterInnen aufgrund von sexueller Diskriminierung an ihre Ansprechpersonen. In beiden Fällen konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Mit der Aktion „Sexuelle Belästigung und Diskriminierung – NEIN danke!“ werden die MitarbeiterInnen regelmäßig, über Möglichkeiten gegen derartige Vorfälle vorzugehen, informiert. So stehen eigens geschulte MitarbeiterInnen betroffenen Personen im Unternehmen jederzeit zur Seite – ob in einem anonymen Gespräch oder auch, um aktiv Schritte einzuleiten.