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Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group in Österreich

Wirtschaft und Umwelt sollten nicht als Gegensatz verstanden werden, denn der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen und eine gesunde Umwelt bilden wichtige Rahmenbedingungen für die stabile Entwicklung von Unternehmen bzw. der Wirtschaft.

„Nachhaltigkeit ist für die REWE Group in Österreich kein Trend, sondern wesentliches Element ihrer Unternehmensstrategie.“ Diesen Anspruch, der 2011 in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group vom Vorstand definiert wurde, wird durch die Entwicklung der Nachhaltigkeitsaktivitäten immer wieder bestätigt. Für die REWE Group in Österreich bedeutet dies: Sie übernimmt Verantwortung für ihre MitarbeiterInnen, achtet auf einen fairen Umgang mit Partnern und Lieferanten, fördert nachhaltigere Sortimente, handelt umwelt- und klimabewusst und setzt sich für Artenvielfalt und eine zukunftsfähige Gesellschaft ein.

GRI 102-18: Führungsstruktur

GRI 102-19: Befugniserteilende Stelle

GRI 102-20: Verantwortung der Führungsebene für ökonomische, ökologische und soziale Themen

GRI 102-21: Einbindung der Stakeholder bei ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen

Die zentrale Aufgabe des Lebensmittel- und Drogeriefachhandels hat sich in den letzten Jahren nicht geändert: Das wichtigste Ziel bleibt die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Produkten in hoher Qualität zu gewährleisten. Dabei verbinden immer mehr KonsumentInnen mit Qualität Attribute wie "österreichische Herkunft", "faire Arbeitsbedingungen", "ressourcenschonende Produktion", u.a. Gleichzeitig sieht sich die REWE Group in Österreich mit Trends konfrontiert, die teilweise widersprüchlich sind: Regionalität und Internationalisierung, gesunde Ernährung und Convenience Food, Tierwohl und Preissensibilität, Automatisierung und persönliche Beratung, u.a. Vor allem kürzere Innovations- und Veränderungszyklen sind Chance und Herausforderung zugleich.

Das professionelle Bearbeiten von Nachhaltigkeitsprozessen steht vor der Herausforderung, immer öfter auch situative Entscheidungen treffen und diese dann in langfristige Strategien integrieren zu müssen. Umso wichtiger ist es daher, konsequent für bestimmte Werte einzustehen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ermöglichen sowie einen langfristigen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie führt die REWE Group in Österreich einen intensiven Dialog mit ihren Stakeholdern und geht verbindliche und langfristige Partnerschaften ein. Denn nur wenn alle Beteiligten an gemeinsamen Zielen arbeiten, lassen sich langfristige Verbesserungen herbeiführen. So wird der Anteil an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen immer weiter ausgebaut und nachhaltiger Konsum für immer größere Teile der Bevölkerung zugänglich.

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die REWE Group in Österreich bereits 2008 vier Nachhaltigkeitssäulen eingeführt:

  • Grüne Produkte
  • Energie, Klima und Umwelt
  • MitarbeiterInnen
  • Gesellschaftliches Engagement

Innerhalb dieser Säulen legen Handlungsfelder die thematischen Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsengagements fest.

Umsetzung der Strategie in den einzelnen Handelsfirmen

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erhalten die einzelnen Handelsfirmen eine große Gestaltungsfreiheit, um eine möglichst hohe Passgenauigkeit zur Strategie und zum Geschäftsmodell der jeweiligen Handelsfirma zu gewährleisten. Für alle Handelsfirmen gelten dabei die vier Nachhaltigkeitssäulen der REWE Group in Österreich als strategischer Rahmen und die Leitlinie Nachhaltiges Wirtschaften als gemeinsame Zielformulierung und Wertekanon des Nachhaltigkeitsengagements. Innerhalb der für die vier Nachhaltigkeitssäulen definierten Handlungsfelder legt jede Handelsfirma die Schwerpunkte auf die für sie relevanten Themen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group in Österreich sowie der Handelsfirmen unterliegt einem regelmäßigen Review, in das alle vorhandenen Informationen, wie beispielsweise KundInnenbefragungen, Wettbewerbsanalysen oder Analysen zum politischen Diskurs, mit einfließen. Ende 2018 bis Anfang 2019 wurde hierfür eine umfangreiche Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, bei welcher insbesondere KonsumentInnen und MitarbeiterInnen befragt wurden (für weitere Informationen siehe Abschnitt Wesentlichkeitsanalyse).

Strategische Schwerpunkte im Berichtszeitraum waren vor allem der Ausbau des regionalen und ökologischen Sortiments, bewusste Ernährung, Tierwohl, Diversity Management, Verringerung von Lebensmittelverschwendung sowie umweltfreundlichere Verpackungen.

Für weitere Informationen zu den Handlungsfeldern und den Key Performance Indikatoren siehe die übergeordneten Managementansätze von Grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, MitarbeiterInnen und Gesellschaftliches Engagement.

Nachhaltigkeitssäulen und Handlungsfelder der REWE Group in Österreich

 

Nach­haltig­keits­organi­sation

Nachhaltigkeit ist bei der REWE Group in Österreich an höchster Stelle der Unternehmensführung verankert. Die Gesamtverantwortung für Nachhaltigkeit lag seit dem Start der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2008 beim Vorstand. Der Vorstand steht für die Überzeugung, dass nachhaltiges Wirtschaften Voraussetzung für den langfristigen Unternehmenserfolg ist (siehe Vorwort). Unterstützt wird der Vorstand durch die Stabsstelle Nachhaltigkeit.

Erfolgsentscheidend für das Nachhaltigkeitsmanagement ist ihre Einbindung in die Strategien der Handelsfirmen und die Operationalisierung über die Linienstruktur. Um die Bedürfnisse der KundInnen zielgenauer zu adressieren, spielen Marketingaktivitäten in der Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle.

Da Nachhaltigkeit als integrativer Bestandteil der Geschäftstätigkeit gesehen wird, liegt die Verantwortung für die Umsetzung bei den jeweiligen Vorständen, Geschäftsführungen und Top Executives.

Den Dialog mit Stakeholdern führt die REWE Group in Österreich auf verschiedenen Ebenen. Auch die Vorstände sind darin regelmäßig und unmittelbar eingebunden, beispielsweise beim jährlichen Stakeholderforum, bei Treffen von Branchenverbänden oder bilateralen Gesprächen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Sustainable Development Goals

Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese 17 Nachhaltigkeitsziele adressieren die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene. Die SDGs haben einen Zeithorizont bis 2050 und werden durch 169 Teilziele konkretisiert. Die REWE Group ist bestrebt, mit ihrem Nachhaltigkeitsengagement einen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Aus diesem Grund hat sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Geschäftsprozesse mit den 17 Zielen und den zugehörigen 169 Teilzielen abgeglichen.

Auf Grundlage dieser Analyse wurden die SDGs und ihre Teilziele auf REWE Group-Ebene priorisiert und ein Ranking der relevantesten SDGs gebildet. Dieses wurde auf dem REWE Group-Dialogforum im Jahr 2016 mit Stakeholdern diskutiert und das Feedback der Stakeholder in ein Gesamtranking einbezogen. Durch die gemeinsame Geschäftstätigkeit wurden diese SDGs auch für Handel International übernommen:

  • Verantwortungsvoller Konsum und Produktion (SDG 12)
  • Leben an Land (SDG 15)
  • Leben unter dem Wasser (SDG 14)
  • Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum (SDG 8)
  • Kein Hunger (SDG 2)
  • Erneuerbare Energien (SDG 7)

Zu diesen sechs Zielen hat die REWE Group insgesamt 27 SDG-Teilziele identifiziert, die für ihre Geschäftstätigkeit von ausgeprägter Relevanz sind.

Die Analyse zeigt, dass die Nachhaltigkeitsaktivitäten der REWE Group in Österreich einen Beitrag zur Zielerreichung der als relevant eingestuften SDGs und Teilziele leisten, und identifiziert weitere Potenziale für zukünftiges Engagement.

Weitere Informationen zu den Ansätzen der Nachhaltigkeitssäulen finden sich hier im Bericht: